Das Konzept

Herausforderungen in der Versorgung hilfebedürftiger Menschen

1
2
3
4

1. Überlastung von pflegenden Angehörigen / Pflegediensten

Die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf in Deutschland steigt erschreckend an. Bis zum Jahr 2030 werden ca. 6,1 Mio. Menschen auf Pflege angewiesen sein. Das sind 1,1 Mio. Menschen mehr als aktuell.

83% der Menschen mit Pflegebedarf werden zuhause zum Großteil von ihren Angehörigen versorgt. Dabei erhalten nur 23% Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst. Im Durchschnitt sind die Angehörigen 49 Stunden pro Woche mit der Pflege und Betreuung beschäftigt.

Wir organisieren die dringend benötigte Unterstützung für pflegende Angehörige.

2. Mangelnde Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Jeder 10. Bürger in Deutschland hat eine Schwerbehinderung. 

Laut der UN-Behindertenrechtskonvention vom 3. Mai 2008 sollen Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und gleichberechtigt in der Mitte der Gesellschaft leben können – ohne jegliche Diskriminierung.

Die Realität sieht auch nach 16 Jahren anders aus: Menschen mit Behinderung leben meist isoliert von der Gesellschaft und sind auf Unterstützung angewiesen, um am Leben teilhaben zu können.

Wir sorgen für mehr Teilhabe – auch ganz spontan im Sozialraum.

3. Bisher kein Zusammenschluss von Hilfsorganisationen oder: isolierte Einzellösungen können dem steigenden Bedarf nicht standhalten

Auch wenn es für den steigenden Bedarf viel zu wenig sind, so gibt es eine Vielzahl an Hilfsangeboten für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Es handelt sich hierbei um isolierte Einzellösungen, die nicht digital miteinander vernetzt sind.

Betroffene müssen häufig aufwendig recherchieren und verschiedene Anlaufstellen kontaktieren. Dies ist häufig mit langen Wartezeiten verbunden, um die passende Hilfe zu finden.

Wir vernetzen die an der Versorgung beteiligten Akteure und schaffen die Transparenz über tatsächlich verfügbare Angebote.

4. Hilfesuchende
finden schwer einen Termin bei Gesundheits-dienstleistern

Durch den Fachkräftemangel gestaltet sich die Suche nach verfügbaren Gesundheitsdienstleistern immer schwieriger, sodass eine Vielzahl von Telefonaten notwendig ist, um zeitnah einen Termin zu bekommen.

Wir schaffen Transparenz über die zur Verfügung stehenden Angebote und erleichtern die Terminvereinbarung

Unsere Mission

Gemeinsam mit den Bürgern, der Sozialwirtschaft und den Kommunen sorgen wir dafür,
dass Menschen mit Behinderung oder Hilfebedarf, sowie pflegende Angehörige
 
• auch ganz spontan im Sozialraum
• passgenau die Unterstützung und Versorgung erhalten,
• die sie gerade benötigen.
Kontakt aufnehmen

Bereichsübergreifende & integrative Versorgungsstrukturen

Unser Versorgungsmodell ist modular aufgebaut und besteht aus folgenden Bausteinen:

1. UBER-Prinzip - qualitätsgesichert für die soziale Versorgung

In einem ersten Schritt haben wir das UBER-Prinzip qualitätsgesichert in den sozialen Bereich übertragen. Hilfesuchende oder deren Angehörige können ihren Unterstützungs- oder Versorgungsbedarf in Form von Einzel- oder wiederkehrenden Aufträgen im Helferportal hinterlegen. Über eine App wird die tatsächliche Verfügbarkeit bei Engagierten und Gesundheitsdienstleistern digital abgefragt. Dabei werden sowohl die gewünschten Tätigkeiten, die zeitliche Verfügbarkeit, das Einsatzgebiet und die Qualifikationen abgeglichen. Die Profile der Zusagen werden dem Hilfesuchenden angezeigt, so dass dieser eine Auswahl treffen kann und einen der Anbieter auswählt. Das System beinhaltet das komplette Auftragsmanagement inklusive der Abrechnung mit den Pflegekassen. Für nicht digital affine Menschen steht zudem ein Kundenservice zur Verfügung.

2. Helferkreise bündeln und stärken

Um die vorhandenen knappen Ressourcen bestmöglich zu nutzen, werden Helferkreise für Alten- und Behindertenhilfe zentral gebündelt und in das Portal integriert. Durch diese Vernetzung erhalten Menschen mit Unterstützungsbedarf oder deren Angehörige Transparenz über passende Engagierte aller Hilfsorganisationen oder Gesundheitsdienstleistern und können deren Einsatzbereitschaft digital abfragen. Hilfsorganisationen erhalten durch zentrale Marketingkampagnen und Öffentlichkeitsarbeit weitere Engagierte, die sie auch für andere Zwecke einsetzen können.

3. Implementierung eines Terminfinders

- für Gesundheitsdienstleister und Pflegeeinrichtungen
Um auch Versorgungsleistungen effizient aussteuern zu können, integrieren wir die Gesundheitsdienstleister und Pflegeeinrichtungen auf unserer Plattform. Nach der digitalen Anfrage bei allen passenden Akteuren, werden die verfügbaren Gesundheitsdienstleister angezeigt und eine Terminbuchung ermöglicht.

4. Kommunale Alten- und Behindertenhilfe, sowie Beratungsstellen einbinden

Auch die kommunale Alten- und Behindertenhilfe, sowie Beratungsstellen erhalten Zugang zum Portal. Sie können dort Bedarfe hinterlegen und somit eine schnelle und passgenaue Versorgung sicherstellen.

5. Sorgegemeinschaften und Kümmerer-Rollen etablieren

ab Sommer 2025
Sorgegemeinschaften aus Nachbarn, Freunden und Verwandten werden digital eingebunden. Eine „Kümmerer“-Funktion unterstützt dabei, Hilfsangebote zu koordinieren und Betroffene sowie ihre Angehörigen zu entlasten.

6. Digitale Vernetzung aller Akteure mit sicherer Kommunikation

ab Sommer 2025
Alle an der Versorgung beteiligten Akteure können sich über ein integriertes Kommunikationsmodul sicher austauschen. Ob per Chat, Video- oder Audioanruf, bilateral oder in Gruppen: Die digitale Vernetzung schafft effiziente Abstimmungsprozesse.
Hilfesuchende und Engagierte können sich nach dem Match und vor der Beauftragung im anonymen Raum austauschen, bevor die Unterstützungsleistung beauftragt wird.

7. Transparenz für bedarfsgerechte Sozialplanung

Das Portal liefert detaillierte Analysen zu Versorgungslücken – geografisch und nach Versorgungsarten. Dies ermöglicht eine faktenbasierte Planung und die Entwicklung passender Lösungen gemeinsam mit den Akteuren vor Ort.

So funktioniert's

Über uns

Die Helferportal GmbH & Co. KG entwickelt und digitalisiert seit 2015 niedrigschwellige Versorgungskonzepte für Menschen mit Unterstützungsbedarf und pflegende Angehörige.

Zuletzt haben wir das Prinzip der UBER-App in den sozialen Bereich übertragen. Menschen mit Unterstützungsbedarf oder ihre Angehörigen können jetzt auch selbst ihre Bedürfnisse im Helferportal auf Auftragsebene spezifizieren, die Verfügbarkeit bei passenden Helfern oder Dienstleistern abfragen und aus den Bewerbern einen passenden Anbieter auswählen.

Unsere Konzepte wurden bisher mehrfach ausgezeichnet

Gründer

Die Helferportal GmbH & Co. KG wurde 2015 von Thomas Oeben gegründet. Thomas ist Rettungsassistent, Spediteur und Betriebswirt und hat jahrelang logistische Netzwerke für renommierte Logistikkonzerne und die produzierende Industrie aufgebaut und gesteuert. Aufgrund der aufkommenden Versorgungslücke beschloss er logistische Kompetenz und die Digitalisierung in den sozialen Bereich einzubringen. Er entwickelt soziale Versorgungskonzepte und erprobt diese zunächst in dem dafür gegründeten Verein deinNachbar e.V., bevor diese von anderen Hilfsorganisationen oder Kommunen übernommen werden.
Basierend auf diesen Erfahrungen entwickelt er ausgeklügelte Softwarelösungen um die an der Versorgung beteiligten Akteure digital zu vernetzen und die benötigte Hilfestellung schnell und passgenau zur Verfügung zu stellen.

Aktuelle Entwicklungen

Assistenzportal

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erweitern wir gemeinsam mit dem Verein Pro Inklusion in Northeim und der Helmut-Schmid-Universität Hamburg das Helferportal zu einem Assistenzportal.
Mobile Apps und Webzugänge werden weitestgehend barrierefrei. Ein Kommunikationsmodul ermöglicht den Austausch zwischen Menschen mit Unterstützungsbedarf und Engagierten, aber auch innerhalb der Sorgegemeinschaft über Video, Audio oder Chat in einem anonymen Raum.
Bürger mit Migrationshintergrund haben künftig auch die Möglichkeit Ihren Hilfebedarf auf Englisch, Ukrainisch und Arabisch in dem System zu hinterlegen.
 
Mehr dazu

Integrative und bereichsübergreifende Versorgungsstrukturen

Zusammen mit der kreisfreien Stadt Dietzenbach und der Technischen Universität Chemnitz integrieren wir neben den Akteuren der Sozialwirtschaft auch gewerbliche Gesundheitsdienstleister und die kommunale Altenhilfe in das Portal und bauen es zu einem umfassenden Koordinationsportal aus. Bei diesem Projekt werden wir durch die Deutsche Agentur für Transfer und Innovation (DATI) unterstützt und bedanken uns recht herzlich
 
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram